Hunde weg vom Rattengift!

Auf Webseiten wie Giftköder-Alarm.de [] werden beinahe täglich neue Meldungen über von Unbekannten ausgelegte Köder veröffentlicht. Dabei handelt es sich zum Beispiel um mit „Rattengift“ versehene „Lebensmittel“ wie „Hackbällchen“ oder „Leberwurst“, die allem Anschein nach von Menschen in der Absicht ausgelegt werden, willkürlich einen Hund oder eine Katze zu töten.

Was zu erwähnen sich eigentlich erübrigt: Das absichtliche Töten eines Hundes (oder einer Katze) gilt in Westeuropa als unmoralisch (es sei denn, der entsprechende „Halter“ wünscht die Tötung). Das heißt, es besteht innerhalb unserer Kultur darüber überwiegend Konsens, dass es schlichtweg falsch ist, das Recht eines Hundes auf Leben und Unversehrtheit zu verletzen, wenn das Motiv „Boshaftigkeit“ oder „Vergnügen“ (etwa am Geschmack seines Muskelgewebes) lautet.

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Schüsse hier, Schüsse dort

Wieder einmal wurde ein Fall [] bekannt, bei dem ein Unbekannter mit einem Luftgewehr auf ein „Heimtier“ – in diesem Fall eine Katze – geschossen hat, und welches die Attacke tragischerweise nicht überlebte. Ein solches Verhalten ist zweifellos nicht tragbar und wird entsprechend strafrechtlich verfolgt.

Ich stelle jedoch die Denkweise einer Kultur in Frage, nach der die vorsätzliche Verletzung eines empfindungsfähigen Lebewesens nur dann gegen ein Gesetz verstößt, wenn es sich dabei um ein Tier handelt, welches wir zuvor willkürlich als „Heimtier“ eingestuft haben.

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Wozu sind Kaninchen gut?

Hasen und insbesondere Kaninchen nehmen innerhalb unseres Kulturkreises eine Sonderstellung ein: Wir schätzen sie als „Heimtiere“ und als „Fleischlieferanten“ gleichzeitig. Generell scheint es so, als hätten wir uns sehr genau festgelegt, was das Essen der Körper anderer Tiere betrifft. Nach den Standards, mit denen wir aufgewachsen sind, besteht ein moralisch bedeutsamer Unterschied zwischen dem Töten und Essen eines Hundes (einer Katze, eines Hamsters) und dem Töten und Essen einer Kuh (eines Schweins, eines Huhns). Während die Tiere der einen Gruppe uns als Freunde und Gefährten dienen, bringen wir die Individuen der anderen Gruppe auf die Welt, um sie umzubringen und zu essen.

Nur bei den Kaninchen kommt Verwirrung auf: Sind sie da, um von uns sportsmännisch erschossen zu werden, um von uns gehegt und gehätschelt, gezüchtet und zur Schau gestellt, oder doch, um als wohlschmeckendes Stück Leiche unsere Gaumen zu verwöhnen? Sind sie unsere Lieblinge oder unsere Beute? Oder sind sie in Wirklichkeit Personen und keine zu verwendenden Objekte, existieren sie etwa gar nicht für uns Menschen, sondern für sich selbst?

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Fünf Katzen für zwölf Personen

Wieder einmal ein kurzer Ausflug in die Welt der Katzenköche: Dieter Tappert lässt sich als Paul Panzer bei einem Scherzanruf erklären, welche Tiere hierzulande in den Topf gehören und welche nicht. Fraglich bleibt, ob es Tapperts Absicht war, unsere speziesistische Grundhaltung zu entlarven.

HSUS investiert in Robbenmord

Ein weiteres Beispiel für das Anlegen verschiedener Standards hinsichtlich unseres Umgangs mit nichtmenschlichen Tieren lieferte kürzlich die Humane Society of the United States (HSUS): Um die kanadische Meerestierindustrie zur permanenten Aufgabe der Robbenjagd zu bewegen, forderte sie die Verbraucher auf, vorerst keinerlei vor den Küsten Kanadas getöteten Meerestiere mehr zu kaufen und ein entsprechendes Gelöbnis [] zu unterzeichnen.

Wie aus diesem hervorgeht, verdient „eine kleine Gruppe“ ostkanadischer Fischer einen „winzigen Bruchteil“ ihres Jahreseinkommens am Verkauf von Robbenfell. HSUS sieht allerdings kein moralisches Problem darin, Fische, Krabben, Hummer etc. aus anderen Ländern zu unserer Gaumenfreude töten zu lassen. Sobald Kanada offiziell das Ende der jährlichen Robbenjagden erkläre, zählten auch alle Meerestiere aus dem kanadischen Raum ebenfalls wieder zu den ethisch unbedenklichen „Lebensmitteln“.

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Tierschutzgesetze: Aus gutem Grund?

Eine Frau aus Trafford, England, wurde kürzlich verurteilt [], weil sie einen Fisch an einen Kunden verkaufte. Dabei ging es wider Erwarten nicht um eine Fischvergiftung und auch nicht um Betrug. Es ging um das Wohl eines Tieres, welches vom britischen Gesetz insofern geschützt wird, als es verboten ist, Tiere an Jugendliche unter 16 Jahren zu verkaufen.

Der Trafford Council in Manchester hatte Informationen erhalten, nach denen in einer „Kleintierhandlung“ eine Wüstenrennmaus an einen Teenager mit einer Lernschwäche verkauft worden war. Der Council schickte daraufhin einen 14-jährigen Jungen in den Laden, um zu ermitteln, ob dort illegale Geschäfte vonstatten gingen.

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Johnny Weir: Pelz ist Leder ist Pelz

Im Verlauf der kürzlich zur Neige gegangenen Olympischen Winterspiele entschied sich der Eiskunstläufer Johnny Weir, kein Stück Fell [] eines Polarfuchses an seiner linken Schulter zu tragen. Wachsame Tierschützer hatten ihm zuvor so viel Aufmerksamkeit gewidmet, dass er seine Olympiateilnahme und seine persönliche Sicherheit nicht wegen eines Stücks Polarfuchs aufs Spiel setzen wollte.

Nach eigenen Angaben erhielt Weir hasserfüllte E-Mails und Todesdrohungen, die Organisation Friends of Animals forderte ihn in einem offenen Brief dazu auf, die Fellapplikation von seinem Kostüm zu verbannen.

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