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	<title>DOPPELSTANDARDS</title>
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	<description>Alle Tiere sind gleich, aber einige sind gleicher als andere</description>
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		<title>Gesunde Hunde und das Geld</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Feb 2011 17:57:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Deffner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doppelstandards]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver hatte das Unternehmen Howling Dog Tours Whistler, eine Abteilung der Firma Outdoor Adventures Whistler (OAW), mehrere hundert Hunde angekauft. Für die Dauer der Spiele wurde eine deutlich höhere Nachfrage an touristischen „Hundeschlitten“-fahrten erwartet &#8230; <a href="http://doppelstandards.wordpress.com/2011/02/06/gesunde-hunde-und-das-geld/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=674&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver hatte das Unternehmen <em>Howling Dog Tours Whistler</em>, eine Abteilung der Firma <em>Outdoor Adventures Whistler</em> (<em>OAW</em>), mehrere hundert Hunde angekauft. Für die Dauer der Spiele wurde eine deutlich höhere Nachfrage an touristischen „Hundeschlitten“-fahrten erwartet als für die übliche Saison. Bedingt durch die Abreise der Olympiadebesucher nach dem Ende der Wettkämpfe und den Mangel an Schnee war ein großer Teil der zuvor erworbenen Hunde jedoch plötzlich unbrauchbar geworden.</p>
<p>Für die Touristik gilt, mehr denn je und wie für andere Geschäftsgebiete auch: Es wird nichts verschenkt. Investitionsgüter, welche den ihnen angedachten Dienst abgeleistet haben und nun mehr Geld verschlingen als sie einbringen, haben von Unternehmern im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte keine Gefälligkeiten zu erwarten. „Milchkühe“ und „Legehennen“, welche mit ihren Leistungen unter die rentable Produktionshöhe fallen, und Hunde, welche nicht mehr genug Touristen ziehen können, bedeuten Verschwendung im ökonomischen Sinne.</p>
<p><span id="more-674"></span>Am 21. und 23. April 2010 <a href="http://www.montrealgazette.com/news/sled+dogs+slaughtered+when+tourism+slumped+Report/4197145/story.html" target="_blank">tötete</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="https://doppelstandards.files.wordpress.com/2011/02/schlitten_gazette_story.jpg" target="_blank">[]</a> ein Mitarbeiter von <em>OAW</em> 100 Hunde mit Gewehrschüssen und Kehlenschnitten, bevor er sie, zum Teil bei lebendigem Leib, in ein Massengrab warf. Ein Tierarzt hatte zuvor die „Einschläferung“ der betreffenden Hunde verweigert. Warum aber, so lautete wohl die Frage, sollte sich ein Unternehmen nicht seines Eigentums entledigen dürfen, wenn dies doch nichts einbringt, dafür aber Unsummen verschlingt? Vielleicht war die milch- und eierproduzierende Industrie tatsächlich zum Vorbild genommen worden: Anfang diesen Jahres erhielt der Täter eine Entschädigung, weil er aufgrund der hohen Zahl von zu tötenden Hunden an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leidet. Seinen Antrag darauf bei der Berufsgenossenschaft <em>WorkSafeBC</em> ließ seine Firma nicht nur unangefochten stehen, sondern <a href="http://www.cknw.com/Channels/Reg/NewsLocal/Story.aspx?ID=1354856" target="_blank">korrigierte</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="https://doppelstandards.files.wordpress.com/2011/02/schlitten_worksafebc.jpg" target="_blank">[]</a> die Zahl der von ihm getöteten Hunde sogar von 70 auf 100. Offenbar sah sich die Firma im Recht, zumindest was die Vernichtung von Firmeneigentum angeht.</p>
<p>Selbstverständlich ist es moralisch nicht haltbar, einen oder hundert Hunde aus Profitgründen zu töten. Es ist nicht rechtfertigbar, irgendein empfindungsfähiges Tier zu Zwecken des Genusses, der Unterhaltung oder der Bequemlichkeit auszubeuten oder in Situationen, die keinen lebensbedrohlichen Konflikt darstellen, zu verletzen oder zu töten. Bei der Berichterstattung über den „Schlittenhunde“-Fall wird die besondere Grausamkeit der Tat des öfteren damit begründet, dass es sich um „schöne“ und „gesunde“ Tiere gehandelt habe. Ich halte es dagegen entschieden für nicht weniger verwerflich, zum eigenen Vorteil „hässliche“ oder „kranke“ Hunde zu töten. Ebenfalls sollte zur Diskussion gestellt werden, welche anderen Optionen dem Unternehmen offengestanden hätten, und dass es im „Schlittenhund“-Geschäft <a href="http://www.montrealgazette.com/life/Rival+sled+companies+slam+culling+Outdoor+Adventures+dogs/4199719/story.html" target="_blank">durchaus üblich</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="https://doppelstandards.files.wordpress.com/2011/02/schlitten_companies.jpg" target="_blank">[]</a> ist, nicht länger leistungsfähige Hunde zu töten.</p>
<p>Mike Farnworth, Abgeordneter der <em>New Democratic Party of Canada</em>, sprach sich für härtere Strafen für Tierquäler aus. „Wir müssen Tierquälerei als das schreckliche Verbrechen behandeln, das es ist.“ Er schlug vor, die maximale Geldstrafe unter dem <em>Prevention of Cruelty to Animals Act</em> in British Columbia von 5000 auf 10000 Dollar zu erhöhen.</p>
<p>Breton Murphy, Sprecher von Tourism Whistler, erklärte, die Vermittlung von „Hundeschlitten“-touren, welche von <em>OAW</em> angeboten werden, sofort bis auf weiteres gestoppt zu haben. Auch die Reaktionen aus der Öffentlichkeit fielen wieder erwartungsgemäß hitzig aus. <em>The Gazette</em> aus Montreal <a href="http://www.montrealgazette.com/news/Social+media+fury+over+slaughter+story/4199714/story.html" target="_blank">berichtet</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="https://doppelstandards.files.wordpress.com/2011/02/schlitten_gazette_social_media.jpg" target="_blank">[]</a> in einem eigenen Online-Artikel über die verschiedenen Meinungsäußerungen via Blogs, Facebook und Twitter.</p>
<blockquote><p>„Schreibt eine E-Mail an info@adventureswhistler.com oder ruft 604 932 0647 an und erzählt denen, wie ekelhaft und jämmerlich sie sind.“</p>
<p>„Ich weiß, dass Menschen in finanziell schwierigen Zeiten gezwungen sind, schlimme Dinge zu tun. Einhundert Schlittenhunde aus geschäftlichen Gründen zu ermorden geht jedoch über schlimm hinaus.“</p>
<p>„Ihr verdammten Mörder. Der Gerechtigkeit sollte euch gegenüber Genüge getan werden. Eure Firma sollte pleite gehen. Es ist umso kranker, dass ihr nach so einer Nummer noch mit euch selbst leben könnt. Wegen euch schäme ich mich meiner kanadischen Herkunft.“</p></blockquote>
<p>Eine <a href="http://www.ctv.ca/CTVNews/Canada/20110205/dog-slaying-protested-110205/" target="_blank">Trauerprozession</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="https://doppelstandards.files.wordpress.com/2011/02/schlitten_prozession.jpg" target="_blank">[]</a> wurde organisiert, und Tierschutzorganisationen sammeln <a href="http://www.thepetitionsite.com/1/prosecute-for-the-senseless-slaughter-of-100-sled-dogs/" target="_blank">Unterschriften</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="https://doppelstandards.files.wordpress.com/2011/02/schlitten_petition.jpg" target="_blank">[]</a> für die Bestrafung des Täters. Jan Jonker aus Frankreich, einer der Unterzeichner, schreibt:</p>
<blockquote><p>„Wir töten hier jede Menge Gänse, aber nur, um ihre Lebern zu essen; diese Hunde wollten nur Liebe und Fürsorge; nur Menschen können so grausam sein!“</p></blockquote>
<p>Marji Beach äußert sich auf <a href="http://challengeoppression.com/2011/02/03/the-fate-of-100/" target="_blank">Animal Rights &amp; AntiOppression</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="https://doppelstandards.files.wordpress.com/2011/02/schlitten_marji.jpg" target="_blank">[]</a> ebenfalls über die Scheinheiligkeit der tierproduktkonsumierenden Hundefreunde, welche sich deren meist gar nicht bewusst sind, was es umso nötiger macht, immer wieder darauf hinzuweisen:</p>
<blockquote><p>„Zähle bis fünf. FÜNF. 1, 2, 3, 4, 5. Fertig? Wenn du richtig gezählt hast, dann sind in den USA gerade 1605 Tiere getötet worden. Eintausendsechshundertfünf. Schnippe einmal mit dem Finger und du wirst Zeitzeuge von 321 ausgelöschten Leben. Jede Sekunde werden in diesem Land 321 Hühner, Schweine, Kühe, Schafe, Truthühner, Hasen und Ziegen getötet.<br />
<strong>In zwei Tagen werden vierundfünfzig Millionen ebenso intelligente, ebenso empfindsame, ebenso leben wollende Wesen umgebracht.</strong></p>
<p>Die meisten Menschen ziehen Hunde nicht auf, damit diese Touristen auf Schlitten ziehen. Die meisten Menschen können ruhigen Gewissens die Tode dieser 100 Hunde als gefühllos und grausam verurteilen. Viele Menschen wären sogar damit einverstanden, „Hundeschlitten“ komplett abzuschaffen.</p>
<p>Aber meine Güte, wenn ich Hühner erwähne, dann ist die Hölle los.“</p></blockquote>
<p><span style="color:#999999;">(Hervorhebung vom Übersetzer. Es wird geschätzt, dass neben erwähnten Landtieren und Vögeln zusätzlich etwa die selbe Anzahl Fische und anderer Wassertiere den menschlichen kulinarischen Vorlieben zum Opfer fallen.)</span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/doppelstandards.wordpress.com/674/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/doppelstandards.wordpress.com/674/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/doppelstandards.wordpress.com/674/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/doppelstandards.wordpress.com/674/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/doppelstandards.wordpress.com/674/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/doppelstandards.wordpress.com/674/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/doppelstandards.wordpress.com/674/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/doppelstandards.wordpress.com/674/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/doppelstandards.wordpress.com/674/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/doppelstandards.wordpress.com/674/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/doppelstandards.wordpress.com/674/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/doppelstandards.wordpress.com/674/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/doppelstandards.wordpress.com/674/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/doppelstandards.wordpress.com/674/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=674&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Vom Ponytätowierer</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 13:25:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Deffner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doppelstandards]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Nachrichtenagentur AFP meldet []: Das Verwaltungsgericht Münster verbot dem „Halter“ eines Ponys, dieses am rechten hinteren Schenkel zu tätowieren. Der Mann habe das Tier „individuell verschönern“ wollen und bereits die ersten Vorbereitungen abgeschlossen. Ein willkürlicher Google-Treffer [] belegt unter &#8230; <a href="http://doppelstandards.wordpress.com/2010/12/15/vom-ponytatowierer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=645&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nachrichtenagentur AFP <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5h4d34rT-xH7Oy5SjIWILfqUZFbPg?docId=CNG.6c1ce80f495890dd965a5a712f87dfef.251" target="_blank">meldet</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="https://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/12/ponytattoo_afp.png" target="_blank">[]</a>: Das Verwaltungsgericht Münster verbot dem „Halter“ eines Ponys, dieses am rechten hinteren Schenkel zu tätowieren. Der Mann habe das Tier „individuell verschönern“ wollen und bereits die ersten Vorbereitungen abgeschlossen. Ein willkürlicher <a href="http://www.modellpferdeforum.de/index.php?page=Thread&amp;threadID=10841" target="_blank">Google-Treffer</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="https://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/12/ponytattoo_forum.png" target="_blank">[]</a> belegt unter anderen folgende Reaktionen auf  das Bekanntwerden des Urteils: „<em>Wie bekloppt wird die Menschheit eigentlich noch</em>?“ – „<em>Der Typ hat sie doch nicht mehr alle</em>!“ – „<em>Ich glaub es nicht. Sonst gehts dem aber noch gut</em>?“ oder „<em>Herr&#8230;..lass es Hirn regnen</em>.“</p>
<p>Es scheint Einigkeit darüber zu herrschen, <em>a.)</em> dass Tätowierungen mit Schmerzen verbunden sind, <em>b.)</em> dass unfreiwillige Tätowierungen unnötig sind, und <em>c.)</em> dass die Zufügung unnötiger Schmerzen nicht in Ordung ist. Daraus folgt für alle eindeutig, dass das Tätowieren von Ponys nicht rechtfertigbar ist, solange es nicht notwendig ist und Schmerzen verursacht. Der Wunsch, ein tätowiertes Pony zu besitzen, reicht als Rechtfertigung jedenfalls nicht aus.</p>
<p><span id="more-645"></span></p>
<p>Die Begründungen für die Entscheidung des Gerichts lauten:<br />
<strong>1.</strong> Die Tätowierung „eines warmblütigen Wirbeltieres stellt einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar“. Dieses „verbietet das Zufügen von Schmerzen ohne vernünftigen Grund“.<br />
<strong>2.</strong> Für das Tier sei nicht einsehbar, warum es tätowiert werde, weder Zweck noch Dauer dieses Schmerzes seien ihm verständlich.<br />
<strong>3.</strong> Die Erklärung des „Halters“, das Pony lediglich „verschönern“ zu wollen, sei nur vorgeschoben. In Wirklichkeit wäre er von einem kommerziellen Interesse angetrieben worden, er hätte geplant, mit einem „Tattoo-Service für Tiere“ Geld zu verdienen.</p>
<p>Obwohl einige Menschen offensichtlich Gefallen am Anblick eines tätowierten Tieres finden, ist es selbstverständlich nicht nötig, Tiere zu tätowieren, ebenso ist es nicht nötig, Tiere zu züchten, einzusperren und zu töten, weil einige Menschen Gefallen am Geschmack eines Tieres finden, weil sie gerne Lederjacken tragen oder weil sie gerne Löwen beim Durch-brennende-Ringe-springen zusehen.</p>
<p>Der überwältigende Teil der Benutzung anderer Tiere durch Menschen kann ausschließlich durch Genuss, Bequemlichkeit oder Unterhaltung gerechtfertigt werden. In diesem überwältigenden Teil aller Fälle ist es nicht notwendig, Produkte zu konsumieren, für deren Herstellung andere Tiere zwangsläufig eingesperrt oder getötet werden müssen. Auch wenn das sogenannte Tierschutzgesetz permanent so ausgelegt wird, dass es sich selbst untergräbt: Genuss, Bequemlichkeit und Vergnügen können keine „vernünftigen Gründe“ sein, aus denen wir die fundamentalsten Rechte anderer Individuen auf Freiheit und Unversehrtheit ignorieren können.</p>
<p>Folgende Fragen sollten wir auf dieser Basis zu beantworten versuchen:</p>
<p><strong>1.</strong> Können wir einen moralischen Unterschied machen zwischen dem Vergnügen am Anblick und dem Vergnügen am Geschmack, wenn beides Leid verursacht und beides in jedem Sinne des Wortes unnötig ist?<br />
Oder: Wie fiele das Gerichtsurteil aus, gäbe es eine „humane“ Methode, mit der ein „Halter“ sein „Eigentum“ tätowieren könnte, indem er es zum Beispiel über den gesamten Heilungsprozess hinweg schmerzunempfindlich machte?<strong></strong></p>
<p><strong>2.</strong> Hat es je eine Rolle gespielt, ob Tieren, welche ein Leben zu ausschließlich menschlichen Zwecken geführt haben, Zweck und Dauer ihrer Versklavung verständlich war?<br />
Oder: In welcher Hinsicht würde es einer tage- und nächtelang nach ihrem Neugeborenen rufenden Mutterkuh helfen, wenn sie wüsste, dass ihr Sohn bereits getötet wurde, damit ihre Milch fortan an Menschen verkauft werden kann?<strong></strong></p>
<p><strong>3.</strong> Warum ist ein kommerzielles Interesse als Ursache für anderes, alltäglicheres aber ebenso unnötiges Tierleid kein Anlass für unterbindende Gerichtsurteile?<br />
Oder: Wie kommt es, dass manche Praktiken ausdrücklich erlaubt sind (beispielsweise die Kastration männlicher Ferkel bis zum siebten Lebenstag ohne Betäubung), <em>gerade weil</em> sie wirtschaftliche Vorteile bieten?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/doppelstandards.wordpress.com/645/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/doppelstandards.wordpress.com/645/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/doppelstandards.wordpress.com/645/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/doppelstandards.wordpress.com/645/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/doppelstandards.wordpress.com/645/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/doppelstandards.wordpress.com/645/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/doppelstandards.wordpress.com/645/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/doppelstandards.wordpress.com/645/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/doppelstandards.wordpress.com/645/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/doppelstandards.wordpress.com/645/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/doppelstandards.wordpress.com/645/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/doppelstandards.wordpress.com/645/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/doppelstandards.wordpress.com/645/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/doppelstandards.wordpress.com/645/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=645&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>In Wohnungen und Ställen</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 23:44:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Deffner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doppelstandards]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Deutsche Tierschutzbund informiert auf seiner Website und in Broschüren über das Krankheitsbild Animal Hoarding [] oder Tierhorten. Davon betroffene Menschen „sammeln“ aus unterschiedlichen Gründen Tiere in ihren Wohnungen oder auf ihren Grundstücken, und zwar „mehr als die durchschnittliche Anzahl &#8230; <a href="http://doppelstandards.wordpress.com/2010/12/01/in-wohnungen-und-stallen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=597&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Deutsche Tierschutzbund informiert auf seiner Website und in Broschüren über das Krankheitsbild <em><a href="http://www.tierschutzbund.de/animal_hoarding.html" target="_blank">Animal Hoarding</a></em> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="https://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/11/dtsb-animal-hoarding.png" target="_blank">[]</a> oder <em>Tierhorten</em>. Davon betroffene Menschen „sammeln“ aus unterschiedlichen Gründen Tiere in ihren Wohnungen oder auf ihren Grundstücken, und zwar „mehr als die durchschnittliche Anzahl (in Deutschland bis ca. drei Hunde, ca. drei bis vier Katzen, ca. fünf Nager etc.)“. Die Tiere leiden in vielen Fällen unter anderem an Platzmangel, fehlender Hygiene und unbehandelten Krankheiten. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe versucht seit 2008 über das kaum erforschte Problem in Fachkreisen und in der Öffentlichkeit aufzuklären und Lösungen zu erarbeiten.</p>
<p>Der Tierschutzbund sieht hier (wie ich) ein Problem, weil empfindungsfähige Tiere keine Sachen sind. Wer Münzen sammelt und diese auf engstem Raum verstauben lässt wird für gewöhnlich nicht mangels Empathie, Sittenhaftigkeit oder Verantwortungsbewusstsein zur Rechenschaft gezogen. Münzen haben keine Interessen oder Bedürfnisse. Wir sehen keinen Anlass für ein Münzschutzgesetz oder einen Münzschutzbund.</p>
<p><span id="more-597"></span></p>
<p>Viele Tiere hingegen haben sehr schwerwiegende Interessen und Bedürfnisse, und die allermeisten Menschen scheinen sich dessen durchaus bewusst zu sein, andernfalls gäbe es keine ausgefeilten Schutzgesetze, keine millionenschweren Schutzorganisationen, keine beschwichtigenden „Aus artgerechter Haltung“-Siegel und keinen tausendfachen Protest gegen Robbenschlächter oder „Legebatterien“.</p>
<p>Die tiefgreifendste, wirkungsvollste und längstfristig wirkende Maßnahme gegen Tierqual von Menschenhand ist die breite Aufklärung darüber, dass Tiere keine Objekte sind, welche nach Belieben gekauft, gehalten, verkauft oder vernichtet werden können. Die Botschaft, welche den größten Teil der tierschutzrelevanten Probleme lösen kann, lautet: Empfindungsfähige Tiere sind Personen und keine Sachen, allein deshalb können sie keines (anderen) Menschen Eigentum oder Ressource sein, sondern besitzen vielmehr das Recht, ihr Leben selbstbestimmt zu leben, ohne Begrenzung durch (andere) Menschen in Raum oder Zeit. Wenn du die Interessen aller Tiere wirklich ernst nehmen willst, dann hast du gar keine andere Wahl als vegan zu werden. Und das Beste daran: Es ist so einfach – auf theoretischer wie persönlicher Ebene.</p>
<p>Stattdessen propagiert der Deutsche Tierschutzbund auf seiner Website und in Broschüren die artgerechte Haltung <em>[sic]</em>, den tiergerechten Transport <em>[sic]</em> und die schonende Schlachtung <em>[sic!]</em> anderer Tiere. Der Bund erklärt somit die Gefangenhaltung, die Verfrachtung und die Ermordung unschuldiger Individuen ausdrücklich zum <a href="http://www.tierschutzbund.de/tiere_landwirtschaft.html" target="_blank">Ziel seiner Bestrebungen</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="https://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/11/dtsb-ziele.png" target="_blank">[]</a>. In seinem <a href="http://www.tierschutzbund.de/fileadmin/mediendatenbank_free/dudt-artikel/Sonderdrucke/DUDT_Sonderdruck_Einkauf.pdf" target="_blank">Sonderdruck</a> <a title="PDF-Sicherheitskopie ansehen" href="http://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/11/dudt_sonderdruck_einkauf.pdf" target="_blank">[]</a> von <em>du und das tier</em> gibt er den gewissenhaften Verbraucherinnen und Verbrauchern Tipps für den „Tierschutz im Einkaufskorb: Wie Sie im Alltag Tieren helfen können“. Dort wird eingangs kurz aber richtig erkannt, dass der Verzicht auf tierische Produkte der konsequenteste Weg zum Schutz der Tiere bleibe, auf den übrigen sechs Seiten widmet sich die Redaktion allerdings ausschließlich dem inkonsequenten Weg und erklärt (teils mit Hilfe widersprüchlicher Angaben), welche Haltungsbedingungen schlecht, besser und gut für die gefangenen und zu tötenden Tiere seien, wobei das vom Tierschutzbund mitbegründete <em>Neuland</em>-Siegel besonders hervorgehoben wird.</p>
<p>Nun sind Öko- oder Bio-Tierwirtschaftsbetriebe alles andere als schöne Orte zum Leben. Sogar für <em>Neuland</em>-Höfe gilt, was der Tierschutzbund eigentlich nur der industriellen Massentierhaltung unterstellt: Es soll möglichst viel möglichst billig produziert werden. Nur eben unter „besseren“ Bedingungen (Fotodokumentation <a href="http://soylent-network.com/doku/26neulandschweine01.htm" target="_blank">1</a>, <a href="http://soylent-network.com/doku/26neulandschweine02.htm" target="_blank">2</a>).</p>
<p>Und was sich wie ein Rundgang durch einen Bio-Tierhaltungsbetrieb (<a href="http://soylent-network.com/doku/16biofreilandhaltung.htm" target="_blank">1</a>, <a href="http://soylent-network.com/doku/02biohof.htm" target="_blank">2</a>, <a href="http://soylent-network.com/doku/24bioschweine.htm" target="_blank">3</a>) anhört –<br />
<em>… es leben für das vorhandene Platzangebot zu viele Tiere in den Räumlichkeiten bzw. auf dem Gelände, der hygienische Zustand des Geländes ist bedenklich (Kot/Urin auf dem Boden, mit Fäkalien deutlich verschmutzte Käfige, überweidete verschlammte Weideflächen), die Tiere sind krank und werden trotz bestehender gesundheitlicher Beschwerden nicht nachweislich tiermedizinisch versorgt, der Pflegezustand der Tiere ist bedenklich (verkotetes und/oder verfilztes Fell, Ohrenentzündungen, Ungezieferbefall)</em> …<br />
– sind Auszüge aus der <a href="http://www.tierschutzbund.de/fileadmin/mediendatenbank_free/Hintergrundinformationen/Heimtiere/Checkliste_fuer_das_Vorliegen_AH.pdf" target="_blank">Checkliste</a> <a title="PDF-Sicherheitskopie ansehen" href="http://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/11/checkliste_fuer_das_vorliegen_ah.pdf" target="_blank">[]</a> für die Identifikation von Tierhortungsfällen.</p>
<p>Ist dem Tierschutzbund nicht bewusst, dass die Symptome des <em>Animal Hoarding</em> aussehen wie der Alltag in Bio-Tierhaltungsanlagen? Warum sonst sollte er eine Arbeitsgruppe zur Verhinderung des ersteren gründen und der Bevölkerung die finanzielle Unterstützung des letzteren empfehlen? Ergibt es einen Sinn, gegen die Gefangenhaltung von Tieren als Folge einer Sucht und gleichzeitig für die Gefangenhaltung anderer Tiere zur Produktion absolut unnötiger Konsumgüter zu arbeiten?</p>
<p>Oder sind Hunde und Katzen doch einfach ein wenig gleicher als Schweine und Hühner?</p>
<h5>Danke an Gerborg Glanz für den Hinweis.</h5>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/doppelstandards.wordpress.com/597/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/doppelstandards.wordpress.com/597/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/doppelstandards.wordpress.com/597/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/doppelstandards.wordpress.com/597/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/doppelstandards.wordpress.com/597/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/doppelstandards.wordpress.com/597/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/doppelstandards.wordpress.com/597/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/doppelstandards.wordpress.com/597/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/doppelstandards.wordpress.com/597/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/doppelstandards.wordpress.com/597/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/doppelstandards.wordpress.com/597/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/doppelstandards.wordpress.com/597/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/doppelstandards.wordpress.com/597/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/doppelstandards.wordpress.com/597/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=597&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die Katze in der Mülltonne</title>
		<link>http://doppelstandards.wordpress.com/2010/11/07/die-katze-in-der-mulltonne/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Nov 2010 11:11:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Deffner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doppelstandards]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine 45-jährige Frau aus Coventry, England, wurde von einer Überwachungskamera aufgenommen, als sie eine Katze namens Lola in eine Mülltonne fallen ließ. Weder Mary Bale noch ihr Anwalt konnten eine rationale Erklärung für die Tat abgeben, Bale wäre jedoch von &#8230; <a href="http://doppelstandards.wordpress.com/2010/11/07/die-katze-in-der-mulltonne/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=569&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine 45-jährige Frau aus Coventry, England, wurde von einer Überwachungskamera aufgenommen, als sie eine Katze namens Lola in eine Mülltonne fallen ließ. Weder Mary Bale noch ihr Anwalt konnten eine rationale Erklärung für die Tat abgeben, Bale wäre jedoch von Stress und Sorge um ihren kranken Vater geplagt gewesen und hätte für einen Sekundenbruchteil die Folgen ihrer Handlung falsch eingeschätzt. Am Abend des 21. August nahm sie  eben jene Katze, welche sie an vielen Abenden zuvor auf ihrem Heimweg regelmäßig gehätschelt hatte, und ließ sie in der Tonne verschwinden, wo das bedauernswerte Tier 15 Stunden später von ihren „Eigentümern“ gefunden wurde.</p>
<p>Nachdem das Video auf <a href="http://www.youtube.com/watch?v=64xtjFXTcQI" target="_blank">YouTube</a> in der Hoffnung veröffentlicht worden war, ein Internetnutzer könnte die Frau identifizieren, erhielt Mary Bale beleidigende Telefonanrufe und Todesdrohungen bis aus Australien, wie die Online-Ausgabe des Guardian <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2010/oct/19/cat-bin-woman-mary-bale" target="_blank">berichtet</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="https://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/11/mary-bale_the_guardian.png" target="_blank">[]</a>.</p>
<p><span id="more-569"></span></p>
<p>Des weiteren ließen tausende empörte Facebook-Nutzer die Welt wissen, Mary Bale sei „schlimmer als Hitler“ und sie verdiene nichts Geringeres als die Todesstrafe. Weil sie öffentlichen Schmähungen wie diesen ausgesetzt war, verzichtete Richterin Goulborn auf die Verhängung der Höchststrafe von sechs Monaten Haft beziehungsweise 20000 Pfund Geldstrafe. Sie wurde zur Zahlung von insgesamt 1436 Pfund verurteilt und darf die nächsten fünf Jahre lang keine Tiere „halten“. Nachdem sie ihre Arbeitsstelle als Bankangestellte wegen Depressionen für eine begrenzte Zeit nicht aufgesucht hatte, hat sie nun die endgültige Kündigung eingereicht.</p>
<p>Die <em>Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals</em> (RSPCA) hatte den Fall vor Gericht gebracht, weil sie darin einen Verstoß gegen den <em>Animal Welfare Act</em> sah. Bale habe der Katze absichtlich unnötiges Leid zugefügt. RSPCA-Sachverständige Nicola Foster <a href="http://www.rspca.org.uk/media/news/story/-/article/EM_MaryBaleCase" target="_blank">bemerkte</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="https://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/11/rspca-ban-for-dumping-cat.png" target="_blank">[]</a> zum Urteil:</p>
<blockquote><p>„Wir sind froh, dass uns das Gericht darin zugestimmt hat, dass das Wohlergehen der Katze vollständig missachtet wurde, dass die Katze gelitten hat und ihre Bedürfnisse nicht erfüllt wurden, weil sie für so viele Stunden in der Tonne gefangen war.<br />
Wir hoffen jedoch, dass dieses Urteil als Abschreckung dienen wird für alle, die glauben, dass es zulässig ist, Tiere in irgendeiner Weise zu misshandeln.“</p></blockquote>
<p>Die RSPCA sorgt im Gegenzug dafür, dass noch mehr „Nutztiere“ in die Welt gesetzt, eingesperrt, gequält und getötet werden, zum Beispiel mit dem <a href="http://www.rspca.org.uk/freedomfood/producers/logo/-/article/FF_FreedomFoodLogo" target="_blank">„Freedom Food“-Programm</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="https://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/11/rspca-freedom-food-logo-use.png" target="_blank">[]</a>. Dabei dürfen bestimmte „Erzeuger“ von Tierprodukten das „Freedom Food“-Logo auf ihre Verpackungen kleben, wenn die Produkte nach „höheren“ Tierschutzstandards, von der <em>Society</em> definiert und kontrolliert, hergestellt wurden. Nicht nur können Konsumenten damit sicherstellen, dass das Leben der von ihnen konsumierten Tiere schön und glücklich war, weshalb sie endlich wieder mit gutem Gewissen zugreifen und die Bilder aus der schrecklichen Massentierhaltung aus dem Gedächtnis streichen können, auch die Gastronomie könne vom „wachsenden Trend“ der moralisch akzeptablen Tierausbeutung <a href="http://www.rspca.org.uk/freedomfood/foodservice" target="_blank">profitieren</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="https://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/11/rspca-food-service.png" target="_blank">[]</a>, indem sie Nahrungsmittel mit dem Freedom Food-Logo in ihr Angebot aufnähme.</p>
<p>Wir wissen, dass kein Happy-Bio-Öko-Freedom-Label dieser Welt auch nur ein einziges Tier vor seiner totalen Ausbeutung schützt. Solange nichtmenschliche Tiere Eigentum des Menschen sind, bleiben sie Wirtschaftsgüter und werden als solche behandelt werden. Videos der <a href="http://www.abolitionistapproach.com/media/links/p24/bbc.mov" target="_blank">BBC</a> oder des <a href="http://video.google.co.uk/videoplay?docid=3737310359930116161#" target="_blank">Hillside Animal Sanctuary</a> belegen, dass das Freedom-Food-Konzept nur begrenzte Auswirkungen hat: Die „Erzeuger“ können ihre Produkte teurer verkaufen, während der Kunde überzeugt wird, etwas Gutes für die Tiere zu tun.</p>
<blockquote><p>„In order to provide a clear and consistent message to consumers, it’s important that the use of the Freedom Food logo is regulated.“</p></blockquote>
<p>Die RSPCA sieht allerdings keinen Widerspruch darin, die Verurteilung Bales wegen Tiermisshandlung als „faire Entscheidung“ zu bezeichnen und gleichzeitig institutionelle Tierausbeuter in Marketingfragen zu beraten und ihnen wirkungsvolle Verkaufsargumente an die Hand zu liefern für Produkte, welche erwiesenermaßen unnötig sind und zwangsläufig Leid und Tod für unschuldige Individuen bedeuten.</p>
<p>Einen Doppelstandard legen auch die nichtveganen „Tierfreunde“ an, die über diverse Online-Kanäle oder direkt an Bale gerichtet ausdrückten, was sie von Leuten halten, welche Tieren unnötiges Leid zufügen. Offensichtlich sind sie sich nicht im Mindesten darüber bewusst, dass sie sich durch ihren (von mir in den allermeisten Fällen unterstellten) Tierproduktkonsum auf moralischer Ebene nicht von jenen unterscheiden, die – zum Vergnügen oder aus akuter Verwirrung heraus – ein oder mehrere Tiere eingesperrt, verletzt oder getötet haben.</p>
<p>Denn um eine „klare und widerspruchsfreie Botschaft“ zu übermitteln, müssten Organisation, welche sich die Prävention von Tierleid auf die Fahnen geschrieben haben, über die einzige in Theorie und Praxis logische und konsequente Herangehensweise an das Problem aufklären: Veganismus. Die RSPCA und unzählige weitere Organisationen beschränken sich jedoch darauf, die Konsumenten zum Kauf von vermeintlich „besseren“ Tierprodukten zu ermuntern, anstatt mit der Prävention von Tierleid dort anzufangen, wo es anfängt: Bei der Nachfrage nach Waren, welche schlicht und einfach nicht geliefert werden können, ohne Leid zu verursachen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/doppelstandards.wordpress.com/569/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/doppelstandards.wordpress.com/569/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/doppelstandards.wordpress.com/569/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/doppelstandards.wordpress.com/569/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/doppelstandards.wordpress.com/569/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/doppelstandards.wordpress.com/569/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/doppelstandards.wordpress.com/569/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/doppelstandards.wordpress.com/569/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/doppelstandards.wordpress.com/569/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/doppelstandards.wordpress.com/569/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/doppelstandards.wordpress.com/569/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/doppelstandards.wordpress.com/569/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/doppelstandards.wordpress.com/569/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/doppelstandards.wordpress.com/569/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=569&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Miss Schweiz und das Kaninchen</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 13:58:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Deffner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doppelstandards]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Online-Ausgabe des schweizerischen Boulevardblatts 20 Minuten wird von Kerstin Cook berichtet [], der aktuellen „Miss Schweiz“, welche von mehreren Tierschutzvereinigungen kritisiert wurde, weil sie sich ein Kaninchen „hält“. Nun bezieht sich die Kritik erstaunlicherweise nicht auf das Grundrecht &#8230; <a href="http://doppelstandards.wordpress.com/2010/10/22/miss-schweiz-und-das-kaninchen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=557&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Online-Ausgabe des schweizerischen Boulevardblatts <em>20 Minuten</em> wird von Kerstin Cook <a href="http://www.20min.ch/people/schweiz/story/28170367" target="_blank">berichtet</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="http://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/10/20-minuten-online-tierschuetzer-kritisieren-neue-miss-schweiz.png" target="_blank">[]</a>, der aktuellen „Miss Schweiz“, welche von mehreren Tierschutzvereinigungen kritisiert wurde, weil sie sich ein Kaninchen „hält“. Nun bezieht sich die Kritik erstaunlicherweise nicht auf das Grundrecht eines jeden Kaninchens auf ein Leben ohne räumliche Begrenzung, vielmehr fordern die Tierschützer, Cook solle nicht etwa gar keins, sondern vielmehr zwei Kaninchen einsperren.</p>
<p>Eva Waiblinger vom <em>Schweizerischen Tierschutz</em> formulierte ihre Meinung mit „Das grenzt an Tierquälerei.“ Dabei bezog sie sich wohlgemerkt nicht auf die Institution „Heimtierhaltung“, sondern auf den speziellen Fall „Nagetierhaltung ohne mindestens einen weiteren Artgenossen“.</p>
<p><span id="more-557"></span>Gieri Bolliger von der <em>Stiftung für das Tier im Recht</em> forderte Frau Cook explizit auf, ein weiteres Kaninchen „anzuschaffen“ und für den Rest seines Lebens in Gefangenschaft zu halten. Die Stiftung gibt außerdem auf einer <a href="http://www.tierimrecht.org/de/news/2010/10/Einzelhaltung_Kaninchen.php" target="_blank">News-Seite</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="http://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/10/stiftung-fuer-das-tier-im-recht.png" target="_blank">[]</a> bekannt, dass es nicht in ihrer Absicht lag, Frau Cook wegen nicht „artgerechter“ oder nicht tierschutzrechtskonformer „Haltungs“methoden anzuschwärzen. In einem persönlichen <a href="//www.tierimrecht.org/de/PDF_Files_gesammelt/BriefanKerstinCookvom4.10.2010.pdf" target="_blank">Schreiben</a> <a title="PDF-Sicherheitskopie ansehen" href="http://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/10/briefankerstincookvom4-10-2010.pdf" target="_blank">[]</a> betonte die Stiftung, die „Einzelhaltung“ von Kaninchen als sozial lebende Tiere sei problematisch und der Kontakt zu Artgenossen sollte unbedingt ermöglicht werden, nur das Wort „Tierquälerei“ hätte Bolliger niemals ausgesprochen. „Wir hoffen, dass sich die für Sie und uns leidige Angelegenheit damit erledigt hat.“</p>
<p>Während wir also feststellen, dass für das Problem „ein eingesperrtes Kaninchen“ aus tierschützerischer Sicht die Lösung „zwei eingesperrte Kaninchen“ lautet, dass für die <em>Stiftung für das Tier im Recht</em> alles keine Quälerei ist, was das schweizerische Tierschutzgesetz erlaubt, und vor allem, dass sich die leidige Angelegenheit für Frau Cooks Kaninchen keinesfalls erledigt hat, zum Schluss ein kleiner <a href="http://www.swissinfo.ch/eng/swiss_news/Cook_spices_up_Anglo-Swiss_relations.html?cid=28456228" target="_blank">Doppelstandard</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="http://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/10/swissinfo-ch-kerstin-cook-interview.png" target="_blank">[]</a>:</p>
<blockquote><p><strong>K.C:</strong> […] I was thinking about doing something with animals or children, because there are so many children who have really hard lives. I’d like to do something like that – or animals, because I love animals. I would never harm an animal.</p>
<p><strong>swissinfo.ch:</strong> You&#8217;re a vegetarian?</p>
<p><strong>K.C:</strong> Er, no. I wouldn’t harm an animal, but I will eat it!</p></blockquote>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/doppelstandards.wordpress.com/557/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/doppelstandards.wordpress.com/557/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/doppelstandards.wordpress.com/557/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/doppelstandards.wordpress.com/557/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/doppelstandards.wordpress.com/557/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/doppelstandards.wordpress.com/557/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/doppelstandards.wordpress.com/557/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/doppelstandards.wordpress.com/557/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/doppelstandards.wordpress.com/557/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/doppelstandards.wordpress.com/557/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/doppelstandards.wordpress.com/557/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/doppelstandards.wordpress.com/557/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/doppelstandards.wordpress.com/557/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/doppelstandards.wordpress.com/557/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=557&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Würdest du Welpen ertränken?</title>
		<link>http://doppelstandards.wordpress.com/2010/07/18/wurdest-du-welpen-ertranken/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 21:25:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Deffner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doppelstandards]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Forum der WWF-Jugend berichtet [] eine Benutzerin von einem Welpen, der nur knapp vor dem Ertrinken gerettet werden konnte. Die Personen, welche die Verantwortung für den jungen Hund trugen, hätten ihn an einen beschwerten Beutel gebunden in ein Gewässer &#8230; <a href="http://doppelstandards.wordpress.com/2010/07/18/wurdest-du-welpen-ertranken/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=483&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Forum der WWF-Jugend <a href="http://www.wwf-jugend.de/community/blog.php?user=Alina95&amp;blogentry_id=1049" target="_blank">berichtet</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="https://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/07/welpe-fast-ertraenkt.jpg" target="_blank">[]</a> eine Benutzerin von einem Welpen, der nur knapp vor dem Ertrinken gerettet werden konnte. Die Personen, welche die Verantwortung für den jungen Hund trugen, hätten ihn an einen beschwerten Beutel gebunden in ein Gewässer geworfen. Die Kommentare reichen von „<em>nur zum Heulen</em>“ über „<em>unfassbar, abartig!</em>“ bis „<em>man sollte den Menschen, die sowas machen, auch mal einen Haufen Backsteine an den Hals hängen und irgendwo ertrinken lassen</em>“.</p>
<p>Davon abgesehen, dass entsprechend junge Internetnutzer unverschuldet schlecht darüber informiert sind, was die „Erzeugung“ von Milch und Eiern für <a href="http://www.tier-im-fokus.ch/info-material/allgemeines/info-dossiers/kuehe_und_ihre_kaelber/#zwischentitel_08" target="_blank">Jungbullen</a> und <a href="http://www.zeit.de/2008/25/N-Kuekenmord?page=1" target="_blank">männliche Küken</a> bedeutet, fällt auf, dass ein gewisses Gefühl für moralisch gute oder schlechte Handlungen vorhanden zu sein scheint, auch ohne Tierrechtshintergrund oder Philosophiestudium. Die letzte Erkenntnis lautet nämlich „<em>zwar ist es schon schrecklich aber wenn wir mit dem besitzer das gleiche tun sind wir nicht besser</em>“.</p>
<p><span id="more-483"></span></p>
<p>Der Satz „<em>Einen Welpen oder auch andere Tiere so töten zu wollen ist einfach nur krank</em>“ scheint anzudeuten, dass es als „geistig gesünder“ anzusehen sei, würde der Welpe auf eine andere Weise getötet. Die Verfasserin ist sich wohl durchaus bewusst, dass wir hier und heute sehr viele Tiere töten, weil es für uns einen Vorteil bedeutet, so wie der Täter hier offensichtlich einen Vorteil darin sah, den Welpen loszuwerden. Ist es also die Art des Todes, welche die Tötung unmoralisch macht, das Alter des Tieres, die Spezies, oder die Tötung selbst?</p>
<h3 style="padding-left:30px;">Würdest du Welpen ertränken?</h3>
<p style="padding-left:30px;">Von <a href="http://timgier.com" target="_blank">Tim Gier</a></p>
<p style="padding-left:30px;">Wenn du keine Welpen ertränken würdest, würdest du Kühe essen? Wenn du keine Kühe essen würdest, würdest du ihre Milch trinken, würdest du ihre Haut tragen?</p>
<p style="padding-left:30px;">Wenn du an den Golf von Mexiko fahren und ölverschmierte Pelikane retten würdest, wenn du nur könntest, würdest du trotzdem Hühner essen? Wenn du keine Hühner essen würdest, würdest du ihre Eier essen?</p>
<p style="padding-left:30px;">Wenn du glaubst, die eine Form der Benutzung anderer Tiere ist unmoralisch, würdest du glauben, andere Formen sind es nicht?</p>
<p style="padding-left:30px;">Gibt es einen wirklichen moralischen Unterschied zwischen dem Einsperren eines Gorillas im Zoo oder dem Jagen eines Wals und dem Zugeständnis an die Milchindustrie, von der Schlachtung von Kälbern profitieren zu dürfen oder an die Legehennen-Brutanstalten, einen Tag alte Küken lebendig zermahlen zu dürfen?</p>
<p style="padding-left:30px;">Spielt es eine Rolle, für die individuellen Leben selbst, ob der Tod für sie durch das Skalpell des Experimentators oder durch den Degen des Matadors kommt?</p>
<p style="padding-left:30px;">Wenn du rechtfertigen kannst, warum wir keine Welpen ertränken sollten, während du gleichzeitig rechtfertigen kannst, dass wir jedes Jahr mehrere zehn Milliarden andere Tiere gebrauchen, missbrauchen und töten sollten, erkläre mir bitte, wie du das tust. Ich würde es ehrlich gerne wissen.</p>
<p style="padding-left:30px;">Wenn du dich nicht mit meinen Fragen beschäftigen willst, in Ruhe gelassen werden und dein Eis essen und dein Hunderennen ansehen willst, liegt es daran, dass du die Antworten nicht kennst oder daran, dass du dich einfach zu wohl fühlst mit deiner Art zu leben? Könnte es sein, dass es dir einfach egal ist?</p>
<p style="padding-left:30px;">Gary Francione spricht von „moralischer Schizophrenie“ und meint damit, dass Menschen oft zwei verschiedene Ansichten über den Status anderer Tiere vertreten – einige nehmen wir in unser Zuhause auf und lieben sie, während wir andere zu Ernährungs- oder sportlichen Zwecken töten oder zu unserer Unterhaltung lebenslang einsperren. Ich bin sicher, dass dabei oft kognitive Dissonanz im Spiel ist. Aber ich bin genauso sicher, dass noch viel mehr Menschen an „moralischer Gleichgültigkeit“ leiden, insofern sie intuitiv einsehen, dass es fast immer so gut wie keinen Unterschied macht wie sie jemanden töten würden, von Bedeutung ist nur, dass sie jemanden töten. Und dennoch lassen sie das Töten zu, weiter und weiter, in ihrem Namen und zu ihrem Nutzen. Das ist nicht Verrücktheit, das ist Apathie und Nihilismus.</p>
<p style="padding-left:30px;">Wenn es unmoralisch ist, lebendige, bewusste Wesen zu behandeln, als wären sie nicht mehr als Maschinen aus Blut und Gewebe – mit denen wir tun können was wir wollen, wie wir wollen und wann immer wir wollen – dann müssen wir jetzt damit aufhören. Und wenn es für Vegetarier wertend oder offensiv klingt, wenn ich das sage, tut es mir leid*, aber wir müssen vollständig und in allen Fällen damit aufhören. Halbe Sachen und Kompromisse, obwohl sie besser scheinen als der Status quo, verstärken und untermauern ihn letztendlich nur.</p>
<p style="padding-left:30px;">Ein Bekenntnis zu den Rechten aller Tiere – nichtmenschlicher wie menschlicher – setzt die Abschaffung der Bedingungen und Systeme voraus, die es ermöglichen, dass sie von anderen als ein Mittel zum Zweck benutzt werden können. Es setzt ein Ende des Status eines jeden Tieres – nichtmenschlich oder menschlich – als eine Sache oder als Eigentum voraus. Es setzt die Anerkennung des grundlegendsten Rechts aller empfindungsfähigen Individuen voraus, ihr Leben ohne Beeinträchtigung und eigenmächtig zu leben.</p>
<h4 style="padding-left:30px;">Du tust es schon für die Welpen. Du solltest es auch für die anderen tun.</h4>
<p style="padding-left:30px;">Wenn es moralisch zulässig ist, dass ein Unternehmen Rinder schlachtet, um Ledergürtel herzustellen, in welchem Sinne kann es unmoralisch sein, Welpen zu ertränken?</p>
<p style="padding-left:30px;">Warum sollte das Ertränken der Welpen ein trivialerer Gebrauch derselben sein, verglichen mit dem Gebrauch von Rindern für den trivialen Zweck der Ledergürtelherstellung?</p>
<p style="padding-left:30px;">Wenn es eine Frage der Grausamkeit ist, in welchem Sinne ist das Töten einer Kuh für einen Ledergürtel nicht grausam?</p>
<p style="padding-left:30px;">Wenn jemand Welpen ertränken würde, um Gürtel aus ihnen herzustellen, würde das die Grausamkeit beheben?</p>
<p style="padding-left:30px;">Wäre das Ertränken von Welpen dann moralisch rechtfertigbar? Wenn nicht, warum nicht?</p>
<p style="padding-left:30px;">Die meisten Menschen akzeptieren bereits, dass es moralisch falsch ist, bestimmte einzelne nichtmenschliche Tiere als Dinge und Eigentum zu behandeln; wir können sie nicht gebrauchen oder missbrauchen wie es uns gefällt. Die Frage lautet: Mit welcher relevanten, unwillkürlichen und widerspruchsfreien Begründung akzeptieren die meisten Menschen diesen moralischen Grundsatz nur im Fall einiger nichtmenschlicher Tiere und nicht im Fall aller?</p>
<p style="padding-left:30px;"><span style="color:#808080;">* Vegetarier sind, um das klar zu stellen, wohlmeinende und anständige Menschen. Ich war selbst zehn Jahre lang ein Ovo-lacto-Vegetarier, bevor ich vegan wurde. Ich wünschte, ich hätte mir viel früher die Zeit genommen, die Widersprüche in meinem eigenen Denken zu untersuchen, hinsichtlich dessen was ich, und wir alle, den anderen Tieren dieser Welt schuldig sind. Sofern die anderen Umstände gleich bleiben, verhalten sich Vegetarier aus Sicht der anderen Tiere besser als Fleischesser, aber dies ist grundsätzlich eine moralische Frage, und besser ist hier einfach nicht gut genug.</span></p>
<p><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/"><img class="alignleft" title="Creative Commons by-nc-sa" src="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-sa/3.0/88x31.png" alt="" width="88" height="31" /></a></p>
<p>Englischer Originaltext von Tim Gier: <a href="http://timgier.com/2010/06/15/would-you-drown-puppies/" target="_blank">Teil 1</a>, <a href="http://timgier.com/2010/06/16/would-you-drown-puppies-part-2/" target="_blank">Teil 2</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/doppelstandards.wordpress.com/483/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/doppelstandards.wordpress.com/483/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/doppelstandards.wordpress.com/483/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/doppelstandards.wordpress.com/483/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/doppelstandards.wordpress.com/483/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/doppelstandards.wordpress.com/483/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/doppelstandards.wordpress.com/483/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/doppelstandards.wordpress.com/483/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/doppelstandards.wordpress.com/483/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/doppelstandards.wordpress.com/483/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/doppelstandards.wordpress.com/483/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/doppelstandards.wordpress.com/483/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/doppelstandards.wordpress.com/483/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/doppelstandards.wordpress.com/483/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=483&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Kleiner Sieg, keine Wirkung</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 15:32:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Deffner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doppelstandards]]></category>

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		<description><![CDATA[In Berlin pflegt ein sibirisches Restaurant Gerichte mit Bärenfleischanteil zu servieren. Das Muskelgewebe stammt von estländischen Braunbären, die in ihrer Heimat – gemäß den Gesetzen, welche sich die Menschen dort gegeben haben – gejagt und getötet werden dürfen, weswegen das &#8230; <a href="http://doppelstandards.wordpress.com/2010/07/10/kleiner-sieg-keine-wirkung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=472&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Berlin pflegt ein sibirisches Restaurant Gerichte mit Bärenfleischanteil zu servieren. Das Muskelgewebe stammt von estländischen Braunbären, die in ihrer Heimat – gemäß den Gesetzen, welche sich die Menschen dort gegeben haben – gejagt und getötet werden dürfen, weswegen das zuständige Bezirksamt auch keine Einwände gegen den Verkauf der Leichenteile vorbrachte.</p>
<p>Die B.Z. <a href="http://www.bz-berlin.de/bezirk/prenzlauerberg/lokal-hat-baeren-fleisch-auf-der-karte-article913844.html" target="_blank">berichtet</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="https://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/07/baerenfleisch-restaurant.jpg" target="_blank">[]</a> nun von der kurzfristigen Einstellung des Angebots. Sogenannte Tierschützer, allen voran Grünen-Tierschutzexpertin Claudia Hämmerling, nahmen Anstoß daran, dass Gewebe von eben dieser Tierart und nicht von einer anderen auf der Speisekarte des Restaurants „Bogus“ in Prenzlauer Berg zu finden ist. In Deutschland stehen Braunbären unter Schutz, sie zu töten ist strafbar und sie zu essen demnach scheinbar unmoralisch.</p>
<p><span id="more-472"></span>Auf der Suche nach Mitteln gegen diese Verantwortungslosigkeit fand Hämmerling prompt ein fehlendes Glied in der Legalitätskette: Die Restaurantbetreiber konnten ein offizielles estländisches Vermarktungszertifikat nicht vorlegen. Deshalb schritt das Bezirksamt letztendlich doch ein und untersagte den Betreibern das Anbieten von Bärengewebe, bis das Zertifikat nachgereicht werde.</p>
<p>Sobald dies geschehen ist, wird es weitergehen wie vorher. Der Bär als Individuum findet an sich keine Berücksichtigung, aber weil seine Spezies in einigen Gegenden Europas gefährdet ist, setzen sich Artenschützer für die Schonung der „Bestände“ ein. Die Tiere, deren zerkleinerte Leichen in den unzähligen anderen Restaurants Berlins (und anderswo) verkauft werden, teilen mit den Bären ein fundamentales Interesse an Leben, Freiheit und Unversehrtheit, gehören aber Arten an, welche weit davon entfernt sind, auszusterben.</p>
<p>Dass ein empfindungsfähiges Individuum nicht nur dann ein Interesse am Weiterleben hat, wenn seine Spezies als Ganze gefährdet ist, leuchtet eigentlich schnell ein. Umso weniger verständlich ist deshalb die von Tierschutzexperten unterstützte moralische Grenzziehung zwischen der Tötung von Bären (oder Delphinen oder Katzen) und der Tötung von Hühnern (oder Schweinen oder Rindern).</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/doppelstandards.wordpress.com/472/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/doppelstandards.wordpress.com/472/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/doppelstandards.wordpress.com/472/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/doppelstandards.wordpress.com/472/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/doppelstandards.wordpress.com/472/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/doppelstandards.wordpress.com/472/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/doppelstandards.wordpress.com/472/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/doppelstandards.wordpress.com/472/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/doppelstandards.wordpress.com/472/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/doppelstandards.wordpress.com/472/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/doppelstandards.wordpress.com/472/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/doppelstandards.wordpress.com/472/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/doppelstandards.wordpress.com/472/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/doppelstandards.wordpress.com/472/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=472&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Hunde weg vom Rattengift!</title>
		<link>http://doppelstandards.wordpress.com/2010/05/30/hunde-weg-vom-rattengift/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 20:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Deffner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doppelstandards]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf Webseiten wie Giftköder-Alarm.de [] werden beinahe täglich neue Meldungen über von Unbekannten ausgelegte Köder veröffentlicht. Dabei handelt es sich zum Beispiel um mit „Rattengift“ versehene „Lebensmittel“ wie „Hackbällchen“ oder „Leberwurst“, die allem Anschein nach von Menschen in der Absicht &#8230; <a href="http://doppelstandards.wordpress.com/2010/05/30/hunde-weg-vom-rattengift/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=421&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Webseiten wie <a href="http://giftköder-alarm.de" target="_blank">Giftköder-Alarm.de</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="http://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/05/giftkoeder-alarm.jpg" target="_blank">[]</a> werden beinahe täglich neue Meldungen über von Unbekannten ausgelegte Köder veröffentlicht. Dabei handelt es sich zum Beispiel um mit „Rattengift“ versehene „Lebensmittel“ wie „Hackbällchen“ oder „Leberwurst“, die allem Anschein nach von Menschen in der Absicht ausgelegt werden, willkürlich einen Hund oder eine Katze zu töten.</p>
<p>Was zu erwähnen sich eigentlich erübrigt: Das absichtliche Töten eines Hundes (oder einer Katze) gilt in Westeuropa als unmoralisch (es sei denn, der entsprechende „Halter“ wünscht die Tötung). Das heißt, es besteht innerhalb unserer Kultur darüber überwiegend Konsens, dass es schlichtweg falsch ist, das Recht eines Hundes auf Leben und Unversehrtheit zu verletzen, wenn das Motiv „Boshaftigkeit“ oder „Vergnügen“ (etwa am Geschmack seines Muskelgewebes) lautet.</p>
<p><span id="more-421"></span></p>
<p>Vom Kindesalter an lernen wir, dass Hunde keine Dinge sind, dass sie Respekt verdienen, einfach weil sie fühlende Wesen sind. Wir sind sogar für ihr Wohl verantwortlich, weil wir sie überhaupt erst auf diese Welt gebracht haben, damit sie einem oder mehreren Menschen als Freund und Begleiter dienen. Wir stellen (im Idealfall) unseren Tagesablauf zu Gunsten des Hundes um, geben große Mengen Geld für Nahrung, „Zubehör“ und Arztrechnungen aus und versuchen stets, den kleinen und großen Bedürfnissen des Hundes angemessen gerecht zu werden.</p>
<p>Dies alles geschieht jedoch nicht, weil wir einmal gelernt haben, dass vor uns ein Exemplar der Spezies Hund steht, und dass es Gesetze gibt, nach denen wir aufgrund einer etwaigen Misshandlung eines Exemplars dieser Spezies bestraft würden. Vielmehr erkennen wir in „unseren“ Hunden die Persönlichkeit; die regelmäßige Begegnung mit ihnen zwingt uns, das Individuum anstelle der Art zu sehen. Wer mit einem Hund zusammenlebt, dem bietet sich täglich der Beweis, dass Hunde körperlichen Schmerz, Angst und Freude empfinden und ausdrücken können. Sie genießen die Sonne und die Bewegung, erforschen, spielen und faulenzen. Wer seinen Hund respektiert, tut dies nicht, weil er es mit einem Tier einer bestimmten Spezies zu tun hat, sondern weil er anerkennt, dass dieses Tier ein grundlegendes Interesse an der Respektierung seiner Bedürfnisse hat, <em>ohne Rücksicht auf seine Artzugehörigkeit</em>. Mit anderen Worten: Wir fügen „unseren“ Hunden keine Schmerzen zu, weil wir wissen, dass sie ein Interesse daran haben, keine Schmerzen zu spüren. Allein die Empfindungsfähigkeit des Hundes stellt bereits einen ausreichenden Grund dar, ihn in unsere ethischen Betrachtungen miteinzubeziehen.</p>
<p>Analog dazu erkennen die meisten von uns die Menschenrechte nicht deshalb an, weil die Rechteinhaber spezielle Codesysteme zur Kommunikation benutzen, sich selbst im Spiegel erkennen können oder weil der Name ihrer Spezies mit H beginnt. Grundrechte für Menschen werden akzeptiert, weil wir wissen, dass jeder Mensch Interessen hat, die wir als ausreichend fundamental ansehen, um sie bedingungslos zu schützen. Jeder Mensch hat das Recht, sein Leben nicht von einem anderen Menschen beenden lassen zu müssen. Jeder Mensch hat das Recht, nicht von einem anderen Menschen in seiner geistigen und körperlichen Freiheit eingeschränkt zu werden. Jeder Mensch hat das Recht, nicht das Eigentum eines anderen sein zu können. Diese Rechte geben wir uns, weil dadurch die grundlegenden Interessen eines jeden Menschen geschützt werden. Die Menschenrechte sind nicht abhäng von unserer relativen Position zu anderen Spezies, es spielt keine Rolle, ob wir Menschen anderen Arten hinsichtlich einer bestimmten Eigenschaft überlegen sind oder ob es irgendwo da draußen eine uns in diesen Eigenschaften überlegene Spezies gibt: Die Grundrechte für Menschen orientieren sich an dem, was hierfür wesentlich ist: Die grundsätzlichen Interessen und Bedürfnisse der Menschen.</p>
<p>Und während wir Hunden zu großen Teilen ähnlichen Interessenschutz zukommen lassen, ignorieren wir die selben Interessen bei Individuen anderer Arten. So sehr ich niemandem einen Vergiftungstod wünsche, so sehr ich hoffe, dass Projekte wie die Giftköder-Warnseite im Internet möglichst viele Leben retten, so sehr drängt sich mir der Eindruck auf, dass das Töten von Tieren, die keine Hunde oder Katzen sind, offensichtlich keinerlei Bedenken hervorruft.</p>
<p>Betrachten wir das mit „Rattengift“ präparierte „Hackfleischbällchen“, fallen neben dem potentiellen Opfer noch weitere Rollen auf: Die Ratte, zu deren Vernichtung das Gift explizit hergestellt und verkauft wurde, und die Tiere, aus deren gewaltsam zu Tode gekommenen Körpern der Köder geformt wurde.</p>
<p>Auf den Webseiten der Hundefreunde wird kein Wort darüber verloren, ob das absichtliche und nicht notwendige Töten von Ratten, Rindern und Schweinen nicht ebenso moralisch verwerflich ist wie das absichtliche und nicht notwendige Töten von Hunden (das selbe Phänomen ist im größeren kulturellen Kontext zu beobachten und wurde von Gary Francione als unsere „moralische Schizophrenie“ gekennzeichnet).</p>
<p>Ratten gelten als „Schädlinge“ und Rinder als „Nutztiere“, deshalb scheint ihre Vernichtung bzw. Ausnutzung allein schon durch ihre Namen gerechtfertigt. Aber so wie wir Menschen nicht versklaven sollten, weil sie ein sehr starkes Interesse daran haben, nicht versklavt zu werden (und nicht primär, weil sie Menschen und nichts anderes sind), müssen wir bei der Koexistenz mit anderen Tierarten die Interessen der jeweiligen Individuen in Betracht ziehen und nicht primär deren Spezies.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/doppelstandards.wordpress.com/421/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/doppelstandards.wordpress.com/421/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/doppelstandards.wordpress.com/421/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/doppelstandards.wordpress.com/421/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/doppelstandards.wordpress.com/421/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/doppelstandards.wordpress.com/421/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/doppelstandards.wordpress.com/421/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/doppelstandards.wordpress.com/421/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/doppelstandards.wordpress.com/421/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/doppelstandards.wordpress.com/421/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/doppelstandards.wordpress.com/421/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/doppelstandards.wordpress.com/421/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/doppelstandards.wordpress.com/421/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/doppelstandards.wordpress.com/421/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=421&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Schüsse hier, Schüsse dort</title>
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		<pubDate>Sat, 22 May 2010 09:21:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Deffner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doppelstandards]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder einmal wurde ein Fall [] bekannt, bei dem ein Unbekannter mit einem Luftgewehr auf ein „Heimtier“ – in diesem Fall eine Katze – geschossen hat, und welches die Attacke tragischerweise nicht überlebte. Ein solches Verhalten ist zweifellos nicht tragbar &#8230; <a href="http://doppelstandards.wordpress.com/2010/05/22/schusse-hier-schusse-dort/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=408&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder einmal wurde <a href="http://www.swp.de/ulm/lokales/polizeibericht/art3458,448393" target="_blank">ein Fall</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="http://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/05/katze-angeschossen.jpg" target="_blank">[]</a> bekannt, bei dem ein Unbekannter mit einem Luftgewehr auf ein „Heimtier“ – in diesem Fall eine Katze – geschossen hat, und welches die Attacke tragischerweise nicht überlebte. Ein solches Verhalten ist zweifellos nicht tragbar und wird entsprechend strafrechtlich verfolgt.</p>
<p>Ich stelle jedoch die Denkweise einer Kultur in Frage, nach der die vorsätzliche Verletzung eines empfindungsfähigen Lebewesens nur dann gegen ein Gesetz verstößt, wenn es sich dabei um ein Tier handelt, welches wir zuvor willkürlich als „Heimtier“ eingestuft haben.</p>
<p><span id="more-408"></span></p>
<p>Gesetzeswidrig ist lediglich die <em>unnötige</em> Schädigung von Tieren. Die Jagdgewehrschüsse auf „Wildtiere“ oder die Bolzenschüsse auf „Nutztiere“, die in diesem Land täglich tausendfach abgegeben werden, sind deshalb tierschutzkonform, weil sie innerhalb eines unnötigen Konzeptes nötig sind.</p>
<p>Die Tatsache, dass Schweine wie Katzen das selbe Interesse an Freiheit, Leben und Unversehrtheit teilen, spielt auf legaler, soziologischer und kultureller Ebene keine Rolle. Wenn wir vorgeben, die Belange der nichtmenschlichen Tiere ernst zu nehmen, müssen wir uns über die immer und überall präsente Haltung hinwegsetzen, nach der einige Tiere bevorzugt werden, weil sie einer Spezies angehören, die „niedlicher“, „schützenswerter“ oder „menschennäher“ ist als andere.</p>
<p>Wir müssen aufhören, jedes nichtmenschliche Tier als nur ein weiteres Exemplar seiner Art anzusehen, die dem Menschen auf diese oder jene Weise nützlich ist. Wir müssen vielmehr anfangen, es als eigenständiges Individuum, als Persönlichkeit und als Wesen anzuerkennen, welches seine eigenen Interessen und Bedürfnisse hat und das Recht, sein Leben entsprechend eigenständig zu leben.</p>
<h5>Danke an Martin Pätzold für den Hinweis.</h5>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/doppelstandards.wordpress.com/408/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/doppelstandards.wordpress.com/408/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/doppelstandards.wordpress.com/408/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/doppelstandards.wordpress.com/408/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/doppelstandards.wordpress.com/408/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/doppelstandards.wordpress.com/408/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/doppelstandards.wordpress.com/408/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/doppelstandards.wordpress.com/408/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/doppelstandards.wordpress.com/408/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/doppelstandards.wordpress.com/408/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/doppelstandards.wordpress.com/408/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/doppelstandards.wordpress.com/408/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/doppelstandards.wordpress.com/408/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/doppelstandards.wordpress.com/408/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=408&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wozu sind Kaninchen gut?</title>
		<link>http://doppelstandards.wordpress.com/2010/05/15/wozu-sind-kaninchen-gut/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 May 2010 15:02:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Deffner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doppelstandards]]></category>

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		<description><![CDATA[Hasen und insbesondere Kaninchen nehmen innerhalb unseres Kulturkreises eine Sonderstellung ein: Wir schätzen sie als „Heimtiere“ und als „Fleischlieferanten“ gleichzeitig. Generell scheint es so, als hätten wir uns sehr genau festgelegt, was das Essen der Körper anderer Tiere betrifft. Nach &#8230; <a href="http://doppelstandards.wordpress.com/2010/05/15/wozu-sind-kaninchen-gut/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=363&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hasen und insbesondere Kaninchen nehmen innerhalb unseres Kulturkreises eine Sonderstellung ein: Wir schätzen sie als „Heimtiere“ und als „Fleischlieferanten“ gleichzeitig. Generell scheint es so, als hätten wir uns sehr genau festgelegt, was das Essen der Körper anderer Tiere betrifft. Nach den Standards, mit denen wir aufgewachsen sind, besteht ein moralisch bedeutsamer Unterschied zwischen dem Töten und Essen eines Hundes (einer Katze, eines Hamsters) und dem Töten und Essen einer Kuh (eines Schweins, eines Huhns). Während die Tiere der einen Gruppe uns als Freunde und Gefährten dienen, bringen wir die Individuen der anderen Gruppe auf die Welt, um sie umzubringen und zu essen.</p>
<p>Nur bei den Kaninchen kommt Verwirrung auf: Sind sie da, um von uns sportsmännisch erschossen zu werden, um von uns gehegt und gehätschelt, gezüchtet und zur Schau gestellt, oder doch, um als wohlschmeckendes Stück Leiche unsere Gaumen zu verwöhnen? Sind sie unsere Lieblinge oder unsere Beute? Oder sind sie in Wirklichkeit Personen und keine zu verwendenden Objekte, existieren sie etwa gar nicht für uns Menschen, sondern für sich selbst?</p>
<p><span id="more-363"></span></p>
<p>Bei so viel Unklarheit darüber, wie unsere Kultur diese andere Spezies positionieren soll, können Fälle nicht ausbleiben, in denen beispielsweise ein Vermittlungsgesuch eines Tierheims (Betreff: Kaninchen) neben der „Fleisch &amp; Wurst“-Anzeige eines Lebensmittelhändlers (Betreff: Kaninchen) <a href="http://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/05/kaninchen_konstanzer_anzeiger.jpg" target="_blank">abgedruckt</a> wird. Völlig unvorstellbar hingegen erscheint diese Konstellation, setzt man nur eine andere Nagetierart ein, etwa Hamster, Meerschweinchen oder Ratte.</p>
<p>Kaninchen dürfen ohne Sanktionen getötet und <a href="http://volkskueche.net/volkskueche/wp-content/uploads/2009/05/speisekarte-wildkrauterhotel.jpg" target="_blank">gegessen</a> werden, dann aber auch wieder nicht: <a href="http://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/05/kaninchen_berliner_kurier.jpg" target="_blank">Vor einigen Jahren</a> wurde ein Künstler zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er zwei Kaninchen vor Publikum getötet hatte. Zwar war nach Aussagen des Angeklagten von vorneherein geplant, die Kaninchen zu verspeisen, nach Ansicht des Gerichts handelte es sich dennoch um das Vergehen „des Tötens eines Wirbeltiers ohne vernünftigen Grund“ (§ 17 Nr. 1 TierSchG). Wie aus dem <a href="http://kunstkaninchen.de/medien/im-namen-des-volkes.pdf" target="_blank">Urteil</a> hervorgeht, war „[d]er Akt des Tötens dabei nicht dem späteren Verzehr untergeordnet, sondern stand im Vordergrund“. Es sei „ein Unterschied, ob ein Nutztier getötet, um es seiner Bestimmung zuzuführen oder ob ein solches Tier vor einem Publikum getötet wird, um durch den Akt des Tötens zu beeindrucken“.</p>
<p>Ich bin der Ansicht, dass wir das Recht auf Leben und Freiheit aller Kaninchen weder zu Zwecken der Kunst noch zu denen des kulinarischen Vergnügens ignorieren sollten. Ich bin ebenfalls der Ansicht, dass es einem Kaninchen egal ist, ob es vor Publikum oder in der Abgeschiedenheit eines Schlachthauses ermordet wird, ob es sein Leben zur Fleischgewinnung verliert oder zur Inszenierung einer Kunstperformance.</p>
<p>Aus dem Urteil: „Einen sittlich verantwortungsvollen Umgang stellt ein Verhalten nicht dar, bei dem ein eigenständiges Lebewesen getötet wird, um durch den Tötungsakt das Publikum zu beeindrucken.“ Einen sittlich verantwortungsvollen Umgang stellt es hingegen sehr wohl dar, bei dem zehn Millionen eigenständige Lebewesen getötet werden, um mit dem Verkauf der Leichenteile <a href="http://www.topagrar.com/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=16787&amp;Itemid=520" target="_blank">noch mehr Geld</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="http://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/05/umsatz-toennies.jpg" target="_blank">[]</a> zu verdienen. Für ganz herausragend sittlichen Umgang ist auch schon mal ein <a href="http://veganesauge.wordpress.com/2010/02/19/bizarr-bundesverdienstkreuz-fur-todliche-effizienz/" target="_blank">Bundesverdienstkreuz</a> drin. Und leider bleiben die beiden Kaninchen nicht die einzigen Wirbeltiere, mit <a href="http://www.rhein-neckar-kreis.de/servlet/PB/show/1519139_l1/03_Jagd-2008.JPG" target="_blank">deren</a> <a href="http://www.liether-moor.de/mediac/450_0/media/Hasenjagd$202007$20032.jpg" target="_blank">Ermordung</a> <a href="http://www.bayern-angeln.de/assets/images/angeln_angelurlaub_bayern.jpg" target="_blank">andere</a> <a href="http://4.bp.blogspot.com/_9rRBqRkSzLY/SfLcUfyi49I/AAAAAAAAC64/_QiIKaoccJY/s1600-h/IMG_0461.JPG" target="_blank">Menschen</a> <a href="http://wolf-s.net/images/fuchs-blaeser.jpg" target="_blank">beeindruckt</a> <a href="http://www.shootoff.de/media/J15kl.jpg" target="_blank">werden</a> <a href="http://www.hegering-bonn.de/Dateien/Bilder/Taubenjagd/26_07_08/08.07.26%20%20revier-bergreifende%20Taubenjagd%20018.jpg" target="_blank">sollen</a>.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/doppelstandards.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/doppelstandards.wordpress.com/363/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/doppelstandards.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/doppelstandards.wordpress.com/363/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/doppelstandards.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/doppelstandards.wordpress.com/363/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/doppelstandards.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/doppelstandards.wordpress.com/363/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/doppelstandards.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/doppelstandards.wordpress.com/363/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/doppelstandards.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/doppelstandards.wordpress.com/363/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/doppelstandards.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/doppelstandards.wordpress.com/363/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=363&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Fünf Katzen für zwölf Personen</title>
		<link>http://doppelstandards.wordpress.com/2010/05/11/funf-katzen-fur-zwolf-personen/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 13:28:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Deffner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doppelstandards]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder einmal ein kurzer Ausflug in die Welt der Katzenköche: Dieter Tappert lässt sich als Paul Panzer bei einem Scherzanruf erklären, welche Tiere hierzulande in den Topf gehören und welche nicht. Fraglich bleibt, ob es Tapperts Absicht war, unsere speziesistische &#8230; <a href="http://doppelstandards.wordpress.com/2010/05/11/funf-katzen-fur-zwolf-personen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=352&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder einmal ein kurzer Ausflug in die Welt der <a href="http://doppelstandards.wordpress.com/2010/02/21/die-kultur-die-katzen-und-der-koch/" target="_blank">Katzenköche</a>: Dieter Tappert lässt sich als <em>Paul Panzer</em> bei einem Scherzanruf erklären, welche Tiere hierzulande in den Topf gehören und welche nicht. Fraglich bleibt, ob es Tapperts Absicht war, unsere speziesistische Grundhaltung zu entlarven.</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://doppelstandards.wordpress.com/2010/05/11/funf-katzen-fur-zwolf-personen/"><img src="http://img.youtube.com/vi/Zj7PeRoB0Fo/2.jpg" alt="" /></a></span>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/doppelstandards.wordpress.com/352/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/doppelstandards.wordpress.com/352/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/doppelstandards.wordpress.com/352/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/doppelstandards.wordpress.com/352/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/doppelstandards.wordpress.com/352/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/doppelstandards.wordpress.com/352/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/doppelstandards.wordpress.com/352/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/doppelstandards.wordpress.com/352/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/doppelstandards.wordpress.com/352/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/doppelstandards.wordpress.com/352/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/doppelstandards.wordpress.com/352/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/doppelstandards.wordpress.com/352/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/doppelstandards.wordpress.com/352/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/doppelstandards.wordpress.com/352/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=352&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>HSUS investiert in Robbenmord</title>
		<link>http://doppelstandards.wordpress.com/2010/05/06/hsus-investiert-in-robbenmord/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 12:58:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Deffner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doppelstandards]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein weiteres Beispiel für das Anlegen verschiedener Standards hinsichtlich unseres Umgangs mit nichtmenschlichen Tieren lieferte kürzlich die Humane Society of the United States (HSUS): Um die kanadische Meerestierindustrie zur permanenten Aufgabe der Robbenjagd zu bewegen, forderte sie die Verbraucher auf, &#8230; <a href="http://doppelstandards.wordpress.com/2010/05/06/hsus-investiert-in-robbenmord/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=323&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein weiteres Beispiel für das Anlegen verschiedener Standards hinsichtlich unseres Umgangs mit nichtmenschlichen Tieren lieferte kürzlich die <a href="http://www.humanesociety.org" target="_blank">Humane Society of the United States</a> (HSUS): Um die kanadische Meerestierindustrie zur permanenten Aufgabe der Robbenjagd zu bewegen, forderte sie die Verbraucher auf, vorerst keinerlei vor den Küsten Kanadas getöteten Meerestiere mehr zu kaufen und ein entsprechendes <a href="http://action.humanesociety.org/site/Survey?SURVEY_ID=8382&amp;ACTION_REQUIRED=URI_ACTION_USER_REQUESTS&amp;autologin=true&amp;s_src=shipfeature" target="_blank">Gelöbnis</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="http://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/05/hsus-seal-pledge.jpg" target="_blank">[]</a> zu unterzeichnen.</p>
<p>Wie aus diesem hervorgeht, verdient „eine kleine Gruppe“ ostkanadischer Fischer einen „winzigen Bruchteil“ ihres Jahreseinkommens am Verkauf von Robbenfell. HSUS sieht allerdings kein moralisches Problem darin, Fische, Krabben, Hummer etc. aus anderen Ländern zu unserer Gaumenfreude töten zu lassen. Sobald Kanada offiziell das Ende der jährlichen Robbenjagden erkläre, zählten auch alle Meerestiere aus dem kanadischen Raum ebenfalls wieder zu den ethisch unbedenklichen „Lebensmitteln“.</p>
<p><span id="more-323"></span>Uns Menschen erscheinen Robbenbabies niedlicher als Heringe, und mit Bildern von Robbenbabies lassen sich Spenden einfacher sammeln als mit Bildern von Garnelen. Durch menschliche Wahrnehmung definierte Kategorien können jedoch keine gültige Grundlage sein für die unterschiedliche Behandlung empfindungsfähiger Lebewesen. Ein Dorsch hängt nicht weniger an seinem Leben als eine Robbe an dem ihren. HSUS untermauert (wieder einmal) die speziesistische Einschätzung, einige Tiere hätten einen höheren moralischen Wert als andere; es sei in Ordnung, Tiere der einen Art für unser Vergnügen (am Geschmack ihres Fleisches) zu töten, Tiere der anderen Art für unser Vergnügen (am Tragen eines Pelzmantels) zu ermorden hingegen nicht.</p>
<p>Ginge es HSUS um die Durchsetzung der Tierrechte und damit um die Abschaffung der Ausbeutung jeglicher Tiere (Muscheln, Robben, Menschen), würde Kampagnen wie <a href="http://www.humanesociety.org/issues/seal_hunt" target="_blank">dieser</a> <a title="Externe Seite als Bild anzeigen" href="http://doppelstandards.files.wordpress.com/2010/05/hsus-seals.jpg" target="_blank">[]</a> der Eindruck von Inkonsequenz und Verwirrtheit anhaften. Da es aber um Geld geht und nicht um Gerechtigkeit, ergibt das geschickte Marketing des Tierschutzunternehmens HSUS durchaus einen Sinn (HSUS verfügt über ein Jahresbudget von 150 Millionen Dollar und über ein Betriebsvermögen in Höhe von 225 Millionen Dollar, benötigt aber nach eigenen Angaben für die erfolgreiche Durchführung der Anti-Robbenjagd-Kampagne weitere 1,2 Millionen Dollar Spendengelder).</p>
<p>Anstatt sich für das Recht aller empfindungsfähigen Tiere auf ein autonomes Leben einzusetzen und über den einzigen Weg dorthin – Veganismus – aufzuklären, werden jedoch einzelne spendenwirksame Arten als unschuldige Opfer hervorgehoben und andere unmittelbar zur Jagd freigegeben. Auf diese Weise werden Menschen, welche die Tierausbeutungsproblematik eigentlich ernst nehmen, vom einzig nachhaltig und ganzheitlich wirksamen Weg – Veganismus – abgehalten, indem ihnen laufend unausgeglichene Bilder von „humanem“ und „inhumanem“, von „richtigem“ und „falschem“ Mord an Nichtmenschen vorgeführt werden.</p>
<blockquote><p>If you end the hunt, I will buy Canadian seafood.<br />
— Ilona (Tilburg, Netherlands)</p></blockquote>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/doppelstandards.wordpress.com/323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/doppelstandards.wordpress.com/323/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/doppelstandards.wordpress.com/323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/doppelstandards.wordpress.com/323/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/doppelstandards.wordpress.com/323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/doppelstandards.wordpress.com/323/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/doppelstandards.wordpress.com/323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/doppelstandards.wordpress.com/323/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/doppelstandards.wordpress.com/323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/doppelstandards.wordpress.com/323/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/doppelstandards.wordpress.com/323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/doppelstandards.wordpress.com/323/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/doppelstandards.wordpress.com/323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/doppelstandards.wordpress.com/323/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=doppelstandards.wordpress.com&amp;blog=11558148&amp;post=323&amp;subd=doppelstandards&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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